Neuer Förderaufruf für die Additive Fertigung in Berlin!

UPDATE:

Wir haben uns sehr gefreut, dass am 30. März so viele Berliner zur Informationsveranstaltung AMBER Pro FIT Call zu uns in den Marienpark gekommen sind.
Herzlichen Dank an Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie für ein wundervolles Berliner 3D-Druck-Netzwerktreffen!

Mit dem Ziel, die Hauptstadtregion als herausragenden 3D-Druck-Standort in Europa zu etablieren, treibt Berlin die Entwicklung seines innovativen Ökosystems im Bereich des Additive Manufacturing (AM) Berlin Brandenburg AMBER, voran.
Berlin wird Testfeld und Showroom für neuartige Produktionstechnologien und innovative Wertschöpfungsnetze, verbunden mit einer wegweisenden Forschung.

Mit dem AMBER Pro FIT Call können Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte im Bereich der Additiven Fertigung unterstützt werden. Themenfelder sind:

  1. Personalisierte Medizintechnik
  2. Bau und Leichtbau
  3. Additive Fertigung mit biobasierten Werkstoffen
  4. Additive Fertigung im/für den Weltraum.

Weitere Informationen hier: https://www.berlin.de/industriestadt/industriepolitik/artikel.1186217.php
Die Bewerbung geht an direkt an die IBB.

Wie man sein 3D-Druck-Personal schult

Eine der größten Herausforderungen bei der Einführung von additiver Fertigung in die Industrie ist die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter:

Maschinenbediener müssen lernen, mit den speziellen Funktionen der 3D-Drucker umzugehen, um Bauteile zu produzieren, die den hohen Anforderungen des Marktes entsprechen. Konstrukteure müssen lernen, den Zusatznutzen von additiver Fertigung bereits im Entwicklungsprozess zu berücksichtigen, um die Technologie aus der Nische des Ersatzteilgeschäfts oder der Nachbearbeitung bestehender Bauteile herauszuführen.

Zu diesem Zweck bieten zahlreiche Marktteilnehmer Weiterbildungen und Schulungen zu verschiedenen Themen an. Die Suche nach geeigneten Angeboten ist zeitaufwändig und die Angebote sind nur schwer oder gar nicht vergleichbar. Dies liegt zum einen an den oft oberflächlichen Beschreibungen der Schulungsinhalte, zum anderen an der hohen Individualität der Angebote, die je nach Bedarf und Vorkenntnissen der Kunden entwickelt werden sollen.

MGA hat diese Probleme erkannt und will dazu beitragen, die Weiterbildungslandschaft transparenter zu machen. Dies soll Unternehmen, die den Einstieg in die additive Fertigung wagen, den Einstieg erleichtern und eine Hilfestellung bei der Auswahl einer geeigneten Ausbildung geben.

Aus dieser Motivation heraus hat die Netzwerk-Arbeitsgruppe Education einen Modulkatalog entwickelt, der auf die unterschiedlichen Anforderungen von Arbeitsplätzen zugeschnitten ist und auf den Erfahrungen verschiedener Industrieteilnehmer aus allen Teilen der Prozesskette sowie von Ausbildungsanbietern und Zertifizierungsstellen basiert. Er basiert grundsätzlich auf dem Prozessschema der DIN Spec 17071.

MGA-Mitglied? Fordert jetzt ein Exemplar des MGA-Modulkatalogs an. Kontaktiert uns für weitere Informationen!

WeBoostAM.com: Die AM Plattform

Das größte Ziel von MGA ist es, die additive Fertigung in der industriellen Serienproduktion zu etablieren. Um das zu erreichen, benötigt es viel mehr Bewusstsein für die Technologie in allen Bereichen der Industrie ebenso wie zertifizierte Produktionsprozesse. Es wird sicherlich nie „genug“ neue Anwendungsbeispiele geben. Eines ist allen unseren Mitgliedern hierbei klar: Dieses Ziel kann keiner als Einzelspieler erreichen. Daher haben wir uns vorgenommen, unser Wissen mit allen zu teilen, die an der additiven Fertigung interessiert sind. Auf diese Weise wollen wir unsere Mission verfolgen, mehr Unternehmen in die Lage zu versetzen, die Technologie zu integrieren und so ihren Einfluss auf die Fertigungsindustrie zu erhöhen. Einen Weg zu finden, unsere Erkenntnisse angemessen mit der Welt zu teilen, wurde zu einem Kernelement unserer Arbeit.

2018 kam die Working Group „Education“ auf die Idee, eine kartenbasierte Plattform zu schaffen, auf der alle unsere Netzwerkmitglieder mit ihrem eigenen Firmenprofil zu finden sind. Basierend auf den Listings der Mitgliedsunternehmen sollte Transparenz geschaffen werden, bevor nach und nach weitere Beiträge ergänzt wurden. Basierend auf einem von der Digital Supply Chain Working Group erarbeiteten Filtermodell sind Unternehmen nun in der Lage, erfolgreich implementierte AM-Use-Cases einzupflegen, um AM-Neulingen Orientierung und Best-Practice-Beispiele für den eigenen Start in die Welt des 3D-Druck zu bieten.

Wir haben es aber nicht bei Unternehmen und Use Cases belassen, sondern mit Hilfe der Materials Working Group auch einen Materials Compass hinzugefügt, der allen Anwendern einen Überblick darüber geben soll, welche Materialien auf dem Markt erhältlich sind und vor allem welche mechanischen Anforderungen sie erfüllen. Schließlich wissen wir alle, dass in der additiven Fertigung die Bandbreite der Materialien noch größer ist als die der verschiedenen Technologien.

Zu guter Letzt haben wir mit Hilfe der Materials Working Group AM-relevante Normen zusammengestellt und eine Filterlogik entwickelt, die einen schnellen Überblick über die Normenlandschaft in AM ermöglicht.

Seid ihr auf der Suche nach einem Dienstleister, der sich auf den Druck von Aluminium spezialisiert hat? Benötigt ihr Impressionen von in Stahl gedruckten Use-Cases für euer nächstes Projekt? Möchtet ihr euch von anderen Fachleuten von den neuesten innovativen Ideen inspirieren lassen? Oder fehlt euch nur ein Standard für das Testen von Kunststoffteilen? All das und noch viel mehr findet ihr auf der Plattform. Und das Beste daran: Die Einträge sind durch ihre Eigenschaften miteinander verbunden und können somit übergreifend durchsucht werden!

MGA: Ein Netzwek aus 141 Mitgliedern

MGA als Netzwerk wäre nichts ohne seine Mitglieder und es erfüllt uns mit großem Stolz, dass wir auch im vergangenen Jahr wieder einen Anstieg verzeichnen konnten. Aktuell haben wir folgende 141 Mitglieder:  

Wir freuen uns, verkünden zu können, dass die folgenden 32 Mitglieder im vergangenen Jahr zu uns gestoßen sind: 

Q1

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist ein wissenschaftlich-technisches Hochschulinstitut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimapolitik. Sie prüft, forscht und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Als Mitglied kann sie Wissen über AM-Prozesse, zerstörungsfreie Materialprüfung und In-Situ-Prozessüberwachung in das Netzwerk einbringen.

Formlabs
Formlabs ist Entwickler und Hersteller von 3D-Drucktechnologie. Das im September 2011 von drei Studenten des MIT Media Lab gegründete Unternehmen entwickelt und produziert 3D-Drucker sowie die dazugehörige Software und Verbrauchsmaterialien.

Neue Materialien Bayreuth GmbH
Die NMB ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die neuartige Materialvarianten und die damit verbundenen Verarbeitungsverfahren im Bereich Leichtbau für Kunststoff, Metall und Faserverbundwerkstoffe entwickelt.

Finnester Coatings
Finnester entwickelt und fertigt hochwertige Spezialbeschichtungen für Verbundwerkstoffe und Kunststoffe. Ihre Forschung an keramisierenden Polymeren führte zu RED: Beschichtungen, die auf Standardverbundwerkstoffe und Kunststoffe aufgetragen werden, um die Brandschutzanforderungen zu erfüllen, ohne die Produktion zu stören.

be-on-Quality GmbH
be-on-Quality ist eins der führenden Unternehmen für Medical Device Regulation Management in Deutschland. Im Netzwerk wollen sie daran mitwirken, das Wissen über aktuelle Zulassungsverfahren für Medizinprodukte mit dem Wissen über AM-Prozesse zu verbinden.

KIMYA Additive Manufacturing by ARMOR
Die von ARMOR eingeführte Marke KIMYA bietet eine innovative Lösung für individuell an Herstellerbedürfnisse angepasste 3D-Materialien. Sie freuen sich darauf, sich mit den großen europäischen Playern über Hochleistungswerkstoffe auszutauschen und ihre Expertise in Chemie und Zusammensetzungen einzubringen.

NematX
NematX ist Vorreiter im Einsatz von innovativen Hochleistungspolymeren für die additive Fertigung. Mit ihrem materialzentrierten Ansatz für AM ist es das Ziel von NematX, die Produktion von 3D-gedruckten Endprodukten für die schwierigsten Anwendungsumgebungen zu ermöglichen.

Materion
Materion bietet hochwertige Material- und Technologielösungen langer Lebensdauer. Diese reichen von Edel- oder Basismetallen über anorganische Chemikalien und Pulver, Spezialbeschichtungen, speziell entwickelte Berylliumlegierungen auf Kupferbasis, Beryllium und Beryllium-Verbundwerkstoffe sowie Keramik, bis hin zu plattierten und beschichteten Metallsystemen.

Additive Drives
Additive Drives treibt mit großem Stolz die nächste Phase der Antriebsentwicklung voran: hocheffiziente 3D-gedruckte Wicklungen für Elektromotoren. Der Fokus liegt auf Hochleistungs-Kupferwicklungen, der Hauptkomponente eines jeden Elektromotors. Die vereinfachte Fertigung – direkt aus den CAD-Daten des Konstrukteurs – ermöglicht kürzere Entwicklungs- und Testzyklen.

Q2

University KU Leuven
Von der Philosophie der Renaissance bis zur hochmodernen Nanotechnologie: Als eine der ältesten Universitäten Europas blickt die KU Leuven auf eine lange Tradition bahnbrechender Forschung und hochwertiger Ausbildung zurück. Sie hat eine klare Vision, die sich auf Forschung, Bildung, Qualität und Vielfalt konzentriert sowie umfangreiche Kenntnisse über 3D-Druck im Kontext der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

Medical University of Graz
Das breite Kompetenzfeld der Medizinischen Universität Graz ruht auf drei Säulen: Zukunftsorientierte und innovative Ausbildung für Studierende und weiterbildungsinteressierte Personen, wettbewerbsfähige und international vernetzte Spitzenforschung – von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung und personalisierte und hochmoderne Patientenversorgung am Universitätsklinikum Graz.

AMPOWER
AMPOWER ist das führende Beratungsunternehmen im Bereich der industriellen additiven Fertigung. Sie beraten ihre Kunden bei strategischen Entscheidungen durch die Entwicklung und Analyse von Marktszenarien sowie die Erstellung von Fallstudien. Darüber hinaus unterstützen sie durch gezielte Schulungsprogramme sowie die Identifizierung und Entwicklung produktionsgerechter Komponenten.

miniFactory
miniFactory ist ein industrieller 3D-Drucker-Hersteller, getrieben von der Leidenschaft für den 3D-Druck von Hochleistungspolymeren. Seine Technologie ermöglicht den Einsatz einer breiten Palette von Spezialpolymeren im 3D-Druck und sichert die Qualität der gedruckten Teile. Darüber hinaus hat das Unternehmen ein maßgeschneidertes Prozessüberwachungssystem entwickelt.

SpareParts3D
Spare Parts 3D ist ein französisches Start-up, das hocheffiziente Softwarelösungen im Bereich der additiven Fertigung bietet. Diese umfassen und anderem Lösungen zur Identifizierung, Digitalisierung und zum 3D-Druck von Ersatzteilen. Mit einer vollautomatischen Lösung namens DigiPartTM können seine Kunden technische und wirtschaftliche Analysen im vollen Umfang ihrer traditionellen Teilebestände durchführen und schließlich Teile drucken. Indem sie ihren Ersatzteilbestand „AM-ready“ machen, können ihre Kunden die Kontrolle über ihre Ersatzteillieferkette zurückgewinnen und so einen Mehrwert schaffen.

Alstom
Alstom ist Deutschlands einziger Hersteller von Infrastruktur-, Signal- und digitalen Mobilitätslösungen, der Wartung, Service und Modernisierung aller Nahverkehrszüge und deren Komponenten für Baureihen aller Hersteller sowie Informationssysteme anbietet.

Universität Basel
Die Swiss MAM (Medical Additive Manufacturing Research Group) des Departement of Biomedical Engineering der Universität Basel bringt langjährige Erfahrung in der computergestützten Chirurgie und im medizinischen 3D-Druck sowie ein gut etabliertes Netzwerk internationaler Kontakte mit. 

Q3

Ponticon
Ponticon entwickelt Lösungen für die Beschichtung, Reparatur und additive Fertigung von Hochleistungsbauteilen. Es handelt sich um ein Team von leidenschaftlichen Ingenieuren, mutigen Unternehmern und erfahrenen Strategen, umgeben von einem starken Netzwerk von akademischen und industriellen Endverbrauchern.

VUB Brüssel
Das Additive Manufacturing Research Lab (AMRL) der Universität Brüssel verfolgt die Vision, intelligente Komponenten durch fortschrittliche Fertigungslösungen zu realisieren. AMRL hat sich auf die Entwicklung von hybridem DED-Metall-Equipment und die Integration von eingelassenen Structural-Health-Monitoring-Sensoren in Metall-AM-Komponenten spezialisiert, um echte vorausschauende Wartung zu ermöglichen.

SRH Berlin
Die SRH Berlin University of Applied Sciences ist eine der führenden privaten Hochschulen in Berlin. Mit dem Ziel einen Master-Studiengang in Additive Manufacturing zu etablieren, arbeitet sie eng mit anderen europäischen Universitäten zusammen.

Universität Bayreuth
Das Research Center for Additive Innovations ist ein einzigartiger interdisziplinärer und transdisziplinärer Think-Tank, der technisches und nicht-technisches Wissen von 25 Lehrstühlen und Professuren an der Universität Bayreuth und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Bereich additiver Innovationen verbindet.

School of Finance and Management Frankfurt
Die Frankfurt School ist eine der führenden Business Schools in Europa, mit den Schwerpunkten Finanzen und Management in Forschung, Lehre und Beratung. Nach der erfolgreichen Entwicklung und Lehre des Moduls „Entrepreneurship in the 3D printing era“, möchten sie sich nun in Projekten an der Schnittstelle zwischen AM-Technologie, Management und menschlichem Verhalten beteiligen.

Grenzebach
Grenzebach automatisiert und vernetzt additive Fertigungsverfahren für Bauteile aus Metall oder Kunststoff. Gemeinsam mit Herstellern und Kunden der AM-Branche, entwickelt Grenzebach ganzheitliche Lösungen, die genau auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten sind. Darüber hinaus ist Grenzebach als Partner in Forschungsprojekten wie Polyline aktiv, die sich auf die Serienfertigung von Kunststoffbauteilen konzentrieren.

CTC – An Airbus Company
CTC ist Deutschlands führendes Zentrum für Forschung und Entwicklung im Bereich Design und Fertigung von großen und komplexen Bauteilen aus Trockenfaser oder Prepreg, spezialisiert auf die Anforderungen aus der Luftfahrt. CTC ist Full-Service-Partner für die Entwicklung von Prototypen und Kleinserien von Verbundwerkstoff-Bauteilen.

TU Berlin
Der Fachbereich Raumfahrttechnik des Instituts für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin ist der erste deutsche Lehrstuhl für Raumfahrttechnik. Gemeinsam mit der BAM möchte der Fachbereich Raumfahrttechnik der TU Berlin das Thema AM im Erdorbit und anderen Himmelskörpern voranbringen.

Essentium Europe GmbH
Essentium produziert und liefert innovative industrielle 3D-Drucker und -Materialien, die es den führenden Herstellern der Branche ermöglichen, die Lücke zwischen 3D-Druck und spanende Bearbeitung zu schließen und die den Weg für die Zukunft der additiven Fertigung zu ebenen. Essentium ist überzeugt, dass ein offenes Ökosystem die beste Lösung für Benutzer ist, die ihr eigenes Tempo revolutionieren möchten.

AM Entrepreneur
Nach seiner Zeit bei EOS und TÜV Süd machte sich Gregor Reischle als Berater für AM-Themen selbstständig. Die aktive Mitarbeit in den Bereichen AM-Geschäftsmodellentwurf, Unternehmertum, digitale Prozesskette, dezentrale Produktion, Plattformlösungen im AM-Bereich, Medizintechnik und Prozessstandardisierung liegen ihm besonders am Herzen.

Q4

Velo3D
Velo3D bietet eine End-to-End Metall-3D-Drucklösung für erfolgskritische Teile in der Weltraumforschung, die dazu verwendet werden, die Transporteffizienz zu verbessern und sauberere Energie zu erzeugen. Der End-to-End-Anbieter konzentriert sich auf Metalldrucksysteme, insbesondere für individuell gestaltete, systemrelevante Teile und deren Software.

3DCeram
3DCeram ist ein Hersteller von schlüsselfertigen 3D-Druck-Fertigungsanlagen für die additive Fertigung von Keramiken inklusive Druck, Brennvorgang und Reinigung. Als Anbieter von 3D-Druckverfahren für technische Keramik ist 3Dceram auf drei Bereiche spezialisiert: Industrie (Verteidigung und Automotive), Luft- und Raumfahrt sowie Luftfahrt und Biomedizin (Augenimplantate, Schädelimplantate etc.).

Arnold Umformtechnik
Arnold Umformtechnik ist ein Hersteller von Verbindungselementen, Kaltumformteilen, Serienmodulen und Verarbeitungssystemen. Als Experte für intelligente Befestigungssysteme bietet Arnold Umformtechnik auch Lösungen im Rahmen von Leichtbau und Elektromobilität an.

KMUE Consult
Mit mehr als 35 Jahren Erfahrung in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Instandhaltung kann Klaus Müller (Inhaber und Gründer von KMue Consult) umfangreiches Wissen über AM-Aktivitäten in der Luft- und Raumfahrtindustrie einbringen und Einblicke in neue Forschungsfelder, Ausrüstung und Ausbildung beisteuern.

Takeda
Takeda is the largest R&D oriented biopharmaceutical company worldwide and owns its own research centers, focusing on four core therapy fields: oncology, gastro enterology, rare diseases and neuroscience. They are interested in sharing knowledge on AM solutions for machines, spare and format parts.

Institut für Anaplastologie Velten & Hering
Das Institut für Anaplastologie Velten & Hering verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich medizinischer Sonderanfertigungen und ist Anbieter epithetischer und respiratorischer Lösungen, Dentaltechnologien und Spezialprothesen. Angesichts der steigenden Regulierungs- und Zertifizierungsanforderungen im medizinischen Bereich freuen sie sich darauf, ihr Fachwissen mit dem Netzwerk zu teilen.

2021: wir schauen zurück auf das Jahr

Die Pandemie hat die Weltwirtschaft, die Lieferketten und die Produktionen immer noch fest im Griff, aber dennoch hat es das Netzwerk geschafft, die letzten 12 Monate zu den geschäftigsten Monaten seit der Gründung von MGA zu machen. Und das geschah im Jahr 2016: 9 Unternehmen, eine Idee – und das MGA-Netzwerk war geboren, so dass wir dieses Jahr den 5. Geburtstag von MGA und die unzähligen Erfolge der vergangenen Jahre feiern. Schaut euch an, was seit Juni 2016 passiert ist…

Potenzielles Wachstum ist etwas, das jeder sucht – und wir haben es erreicht, wenn es um unsere Mitgliederzahlen geht. In den vergangenen 12 Monaten konnten wir 32 neue Mitglieder im Netzwerk begrüßen und das Jahr mit der erstaunlichen Zahl von 141 Mitgliedern beenden. Seht euch an, wer Teil des Netzwerks ist!

Unsere Arbeitsgruppen haben sich virtuell öfter getroffen, als wir zählen können, und dabei erstaunliche Ergebnisse erzielt:

  • Unsere Arbeitsgruppe Education hat einen Modulkatalog für Aus- und Weiterbildung im AM-Bereich veröffentlicht.
  • WeBoostAM wurde viel mehr als nur ein Slogan und unsere Wissensdatenbank ist im vergangenen Jahr richtig in Schwung gekommen.
  • Unsere Mobility Working Group Materials hat die erste erfolgreiche „Fuck-Up-Night“ veranstaltet, eine neue Task Force zum Thema WAAM gegründet, sich mit dem Thema Kupferdruck beschäftigt und den Round Robin Test in die nächste Phase gebracht.
  • Wir haben zwei neue Medical Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, und sowohl Hospitals als auch Pharmaceutics haben bereits mit der Arbeit begonnen.
  • Mit Aero+Space haben wir die erdgebundene Mobilität hinter uns gelassen und konzentrieren uns auf AM im Luft- und Raumfahrtsektor und die neue Arbeitsgruppe beginnt, viel Aufmerksamkeit bei unseren Mitgliedern zu erregen-
  • Medical Approval hat nicht nur den MDR-Entscheidungsbaum veröffentlicht, sondern auch einen sehr erfolgreichen Workshop für Orthopäden und Medizintechniker zur Zulassung von 3D-gedruckten Medizinprodukten veranstaltet.
  • Eine grünere Zukunft ist in aller Munde, daher haben wir auch unsere Arbeitsgruppe Ecological Sustainability, die sich darauf konzentriert, AM zu der nachhaltigen Technologie zu machen, von der wir alle wissen, dass sie es sein kann, einem kleinen Relaunch unterzogen.

Leider hat das Jahr nicht nur gute Nachrichten gebracht: Mit dem Tod von Uwe Fresenborg, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und Ehrenmitglied von MGA, haben wir im April eine der charismatischsten Stimmen unserer Branche verloren. Wir werden ihn sehr vermissen!

Aber wie das Sprichwort sagt, die Show muss weitergehen, und so ging das Jahr weiter und war mit einer Veranstaltung nach der anderen gefüllt:

  • Im Juli veranstalteten wir gemeinsam mit der IPM den Women in AM Summit und obwohl das AM Forum als reine Digitalveranstaltung stattfand, reisten etliche Frauen nach Berlin, um sich mit den weiblichen Vertretern unserer Branche zu vernetzen.
  • Im Sommer feierten wir die Premiere des MGA 3D-Druck KidsCamp und konnten mit der großartigen Unterstützung von Autodesk und Ultimaker mehr als 20 Kinder für das Thema 3D-Druck begeistern.
  • Alle zwei Jahre sind wir stolz darauf, gemeinsam mit unseren Mobilitätsmitgliedern am Railway Forum in Berlin teilzunehmen, und obwohl die Pandemie immer noch in aller Munde ist, war das diesjährige Forum, das von der IPM veranstaltet wurde, eine großartige Gelegenheit, das Thema AM im Eisenbahnsektor zu verbreiten.
  • Das letztjährige Annual Meeting war in der Tat etwas ganz Besonderes – es war nicht nur der fünfte Geburtstag unseres Netzwerks, ihr habt auch ein drittes Ehrenmitglied in unser Netzwerk gewählt und für viele von euch war es das erste persönliche Treffen seit langer Zeit.
  • Im November schließlich öffnete die formnext in Frankfurt wieder ihre Pforten und wir freuten uns, gemeinsam mit Berlin Partner am Stand von Berlin Brandenburg vertreten zu sein und so viele unserer Mitglieder auf der Messe zu treffen.
  • Last but not least gab es im November eine weitere Premiere: Die von MGA initiierten AM Medical Days waren die erfolgreichste Veranstaltung, die IPM je durchgeführt hat (laut Feedback der Teilnehmer) und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn dieses Format wieder in Berlin stattfinden wird.

Im Laufe des Jahres fanden wir immer mehr Gehör in der Politik und haben uns mit der 3D industrial Initiative zum Ziel gesetzt, der AM-Branche eine einheitliche Stimme zu geben. Es war schön zu sehen, wie viele Bundestagsabgeordnete unserer Einladung gefolgt sind, mehr über die additive Fertigung zu erfahren.

Alles in allem war 2021 ein herausforderndes Jahr, voller nie dagewesener Hürden, aber wir sind stolz darauf, sagen zu können, dass es ein sehr erfolgreiches Jahr für unser Netzwerk war.

Keine dieser Errungenschaften wäre ohne jedes einzelne unserer Mitglieder möglich gewesen, und wir möchten euch allen für eure Beiträge und eure Unterstützung danken und freuen uns auf das nächste Jahr mit euch!

5 Jahre MGA – Wir feiern unsere Erfolge und unseren Geburtstag

Im Jahr 2016 wollten sich Unternehmen der Herausforderung stellen, Ersatzteile schneller zu drucken, als sie mit konventionellen Produktionsverfahren ohne Qualitätsverluste hergestellt werden können. Doch neun Unternehmen erkannten schnell, dass sie allein die vielen Hürden der additiven Fertigung auf dem Weg zur Serienreife nicht überwinden können – so wurde die Idee eines Netzwerks geboren.

Im Juni 2016 setzten sich die neun Unternehmen Siemens Mobility, Knorr-Bremse, Deutsche Bahn, Leupold Legal, Materialise, eos, Schockemöhle Logistics, Fraunhofer IAPT (ehemals Laserzentrum Nord) und SBB Cargo zusammen, um die Details für dieses 3D-Druck-Netzwerk auszuarbeiten.

Der Startschuss für Mobility goes Additive fiel am 21. September 2016 im Kaiserbahnhof in Potsdam, wo sich die ersten Mitglieder auf den Namen und die Gremien verständigten. Dem Vorstand gehörten Uwe Fresenborg (DB), Johannes Emmelheinz (Siemens), Jürgen Mues (SBB Cargo) und Prof. Dr. Claus Emmelmann (LZN) an, Kassenprüfer wurde Philip Janssen (DB) und der Beirat setzte sich aus Rolf Härdi (Knorr), Dr. Andreas Leupold (Leupold Legal), Steffen Kuhn (materialize) und Nikolai Zaepernick (eos) zusammen. Und Geschäftsführerin ist beständig seit 2016 Stefanie Brickwede. Wir feiern den Geburtstag des Netzwerks am 26. Oktober dieses Jahres, denn da erfolgte der offizielle Eintrag ins Vereinsregister!

Das erste Jahr von Mobility goes Additive war geprägt von vielen Gesprächen mit anderen Unternehmen und wir sind innerhalb der ersten zwölf Monate von 9 Gründungsmitgliedern auf 55 Mitglieder gewachsen – eine Leistung, die den Bedarf der Branche an einem AM-Netzwerk widerspiegelt. Auf der ersten Jahrestagung im November 2017 in Frankfurt begrüßten wir alle neuen Mitglieder, präsentierten die Ergebnisse unserer ersten Arbeitsgruppen „Digital Supply Chain“, „Education & Knowhow“, „Approval“ & „Legal“ und wählten das erste Ehrenmitglied des Netzwerks, Peter Sander (Airbus).

Anfang 2018 interessierten sich immer mehr Unternehmen für die verschiedenen Aspekte des 3D-Drucks und das Netzwerk begann, eng mit der IPM zusammenzuarbeiten, um AM-spezifische Veranstaltungen und Messen zu fördern. Auf dem AM Forum in Berlin im Frühjahr dieses Jahres haben wir den ersten Women in AM-Luncheon eingeführt, um weibliche Mitglieder unserer Branche dabei zu unterstützen, sich zu vernetzen und gegenseitig zu helfen – zu diesem Zeitpunkt lag die Frauenquote in der AM-Branche bei schockierenden 13 %, aber seitdem ist sie gewachsen und wir denken, dass Women in AM dieser Verbesserung nicht schadet.

Als die AM-Community und damit auch die Zahl unserer Mitglieder wuchs, brauchten Stefanie Brickwede und Arvid Eirich bald mehr Hände und Köpfe, um die Themen des Netzwerks zu managen. Aber nicht nur das wachsende Büroteam brauchte Platz, es wurde auch wichtig, dem Netzwerk einen physischen Raum zu geben, in dem jeder, der sich für AM interessiert, die Technologie aus erster Hand erleben kann. Mit so geschätzten Gästen wie dem Staatssekretär hat Mobility goes Additive daher 2018 den Marienpark, eine wunderschöne historische Oase im Süden Berlins, zu seiner Heimat gemacht – ein Ort, der unzähligen Besuchern in einzigartiger Kulisse Beispiele für die vielfältigen Anwendungen des 3D-Drucks zeigt.

Und die Besucher, die sich bereits in diesem Jahr für unser Netzwerk interessierten, waren zahlreich und besonders: wie die Delegation der US-Armee, die in unser Büro kam, um mehr über AM-Anwendungen für den Verteidigungssektor zu erfahren und uns etwas über den Druck bei den amerikanischen Streitkräften beizubringen.

Im September 2018 haben wir unser Annual Meeting zum ersten Mal in unseren neuen Räumlichkeiten abgehalten – und die 3D-Abendveranstaltung (Dine, Drink & Dance) in dieser Location machte es noch spezieller. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits 8 Arbeitsgruppen, in denen unsere Mitglieder zusammenkamen, um die verschiedenen Probleme anzugehen, und es war erstaunlich, die Ergebnisse dieser Kooperationen auf der Bühne zu sehen.

Nach dem Erfolg des Women in AM-Luncheon im Jahr 2018 haben wir beschlossen, dass die weiblichen Mitglieder unserer Branche eine noch größere Bühne brauchen: So fand im März 2019, einen Tag vor dem AM Forum, der Women in AM Summit als ganztägige Konferenz im Marienpark statt, mit interessanten Vorträgen, Coaching und natürlich viel Raum für Networking zwischen den weiblichen Führungskräften der AM Industrie. Die Männer durften sich den Frauen bei der Vorabendveranstaltung zum AM Forum anschließen, die wir gemeinsam mit der IPM ebenfalls im Marienpark ausgerichtet haben.

Nur einen Monat später, im April 2019, haben wir einen weiteren Meilenstein in der MGA-Geschichte erreicht: Wir haben MGA Medical ins Leben gerufen – unsere Division, die sich auf AM-Anwendungen und -Technologien im medizinischen Bereich konzentriert. Nie hätten wir uns den Erfolg dieses Bereichs erträumt, als wir ihn unter der Leitung von Dr. Cora Lüders-Theuerkauf an einem sonnigen Tag im Frühjahr 2019 mit vielen Ideen und noch mehr Plänen starteten.

Im Mai 2019 vertiefte unser Netzwerk seine internationale Zusammenarbeit: Wir unterzeichneten ein MoU mit dem NAMIC-Netzwerk in Singapur und arbeiten seither sehr eng mit unseren Freunden aus Asien zusammen.

Wer einen handfesten Beweis für den Mehrwert unseres Netzwerks braucht, kann 2019 mit der Veröffentlichung des Buches „AM Change Management: Vom Hype zur Umsetzung“ diesen online erwerben. Das Buch ist das Produkt der Arbeitsgruppe „Change Management“ und wird von vielen Mitgliedsunternehmen als Leitfaden für die Implementierung des 3D-Drucks in ihr Tagesgeschäft genutzt.

Viele der Errungenschaften dieser ersten drei Jahre wären ohne das Engagement vieler Einzelner und insbesondere eines Pioniers unserer AM-Branche nicht möglich gewesen. Deshalb wählten unsere Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung 2019 in der schönen Brauerei von Brewdog im Berliner Marienpark Uwe Fresenborg zum zweiten Ehrenmitglied von MGA. Seine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender übernahm Gorden Falk (DB), der zusammen mit Prof. Dr. Claus Emmelmann (Fraunhofer), Johannes Emmelheinz (Siemens) und Alain Eicher (SBB Cargo) in den Vorstand von MGA gewählt wurde.

Dann kam der November und mit ihm unsere erste MGA-Teilnahme am von Berlin Partner organisierten Stand von Berlin Brandenburg auf der formnext in Frankfurt – ein weiteres Beispiel dafür, wie toll Zusammenarbeit funktionieren kann. Die formnext ist der Ort, an dem wir die fAMily treffen und 2019 haben wir so viele Mitglieder in den Hallen der Messe Frankfurt getroffen, dass die 4 Tage nicht annähernd ausreichten, um mit jedem einzelnen zu sprechen.

Später im selben Monat veranstalteten wir, wiederum in Zusammenarbeit mit Berlin Partner, den ersten TechJourney, der einen tiefen Einblick in das israelische AM-Ökosystem mit Schwerpunkt auf industrieller Fertigung und AM im medizinischen Bereich bot. Es war eine großartige Gelegenheit, eines der zukunftsorientiertesten Länder unserer Branche mit vielen innovativen Start-ups und Forschungseinrichtungen aus erster Hand zu erleben. Die Gruppe, die sich aus vielen Mitgliedern zusammensetzte und mit uns nach Israel reiste, war definitiv einzigartig, und der Geist und die Kameradschaft der Reisegruppe waren ein Teil dessen, was diese Reise unvergesslich machte. Die TechJourney war ein passender Abschluss für ein Jahr voller Highlights!

Anfang 2020 hatten wir alle von dem neuen Virus gehört, das sich in Asien auszubreiten begann – aber die meisten von uns wussten nicht, was auf uns zukommen würde… Ende Februar veranstalteten wir den MGA/VDI-Schülerwettbewerb hier in Berlin. Bei dieser großartigen Veranstaltung kamen mehr als 60 Studenten aus ganz Deutschland und Österreich zusammen, um sich mit Hilfe des 3D-Drucks innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens einer Herausforderung zu stellen und gegen andere konkurrierende Teams anzutreten. Für unsere Mitglieder und Partner war es eine großartige Gelegenheit, frische junge Köpfe zu rekrutieren, für die Studenten war es eine Chance, Gleichgesinnte von anderen Universitäten zu treffen und mit möglichen Arbeitgebern in Kontakt zu treten – alles in allem ein wirklich großer Erfolg, den wir gerne in diesem Jahr wiederholen möchten!

Anfang März wurden auf der ganzen Welt immer mehr Fälle des so genannten Corona-Virus gemeldet, das mittlerweile zu unserem alltäglichen Sprachgebrauch gehört, aber für viele Menschen vor zwei Jahren noch neu war. Gerüchte über mögliche Schließungen machten die Runde, aber wir waren immer noch Teil des AM-Forums und veranstalteten einen sehr kleinen Women in AM Summit in Berlin. Und dann, nur ein paar Tage später, wurden Deutschland und viele andere Länder abgeriegelt und der Wahnsinn der letzten zwei Jahre traf uns alle mit voller Wucht. Aber wie immer steckten wir nicht den Kopf in den Sand, sondern organisierten das Netzwerk schnell in einer neuen Arbeitsgruppe: 3D printing fights Corona. Die Initiative veranstaltete Webinare darüber, wie unsere Mitglieder der Gemeinschaft durch die Pandemie helfen können, und konnte den Johannitern mehr als 5.000 Gesichtsschutzschilder spenden.

Unser Netzwerk hat Schließungen, Home Office, Reisebeschränkungen, Veranstaltungsabsagen und die angespannte Wirtschaftslage überstanden. Im September 2020 veranstalteten wir das erste hybride Annual Meeting, das es Mitgliedern aus aller Welt ermöglichte, virtuell teilzunehmen, auch wenn sie aufgrund der anhaltenden Pandemie nicht persönlich nach Berlin kommen konnten, und auch ein neues Vorstandsmitglied zu wählen: Güngor Kara (Ottobock) vertritt nun unsere Medical Division im Vorstand. Darüber hinaus präsentierte unsere Arbeitsgruppe „Approval in Rail“ auf dem Meeting einen weiteren großen Meilenstein, der direkt aus der Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe resultiert: den Abschluss und Druck des Abschlussberichts „Zulassung sicherheitsrelevanter Bauteile für den Schienenpersonennahverkehr“. Und zu guter Letzt haben wir den Industrial Additive Manufacturing (IAM) Hub Berlin eröffnet, den ersten Schritt auf dem Weg, den Marienpark zur Heimat von AM in der Hauptstadt von AM zu machen.

Die meisten von uns dachten, dass Anfang 2021 die Pandemie vorbei sein würde, dass sich die Dinge wieder normalisieren würden und dass wir vielleicht, aber nur vielleicht, die Neustart-Taste drücken würden. Aber das ist natürlich nicht eingetreten, und das Jahr 2021 wurde immer noch von Corona-Schlagzeilen beherrscht. Aber unsere Arbeitsgruppen haben sich daran gewöhnt, virtuell zu tagen, so dass sie weiterhin Ergebnisse erzielen konnten, und im Jahr 2021 führten einige der harten Arbeit der vergangenen Jahre wieder zu greifbaren Vorteilen der Zusammenarbeit innerhalb unseres Netzwerks. Zunächst ging unsere WeBoostAM-Plattform, ein Ergebnis der Arbeitsgruppe Bildung, online und wurde dank der Bemühungen unserer Arbeitsgruppe Materials bald mit Leben gefüllt (natürlich hat unsere größte Arbeitsgruppe noch viel mehr erreicht; wenn Sie mehr erfahren möchten, klicken Sie hier [LINK ZU UPDATE MATERIALS]). Dann konnte unsere Arbeitsgruppe Medical Approval einen Entscheidungsbaum veröffentlichen, der den Umgang mit der komplizierten und verwirrenden MDR erleichtert. Und zu guter Letzt hat unsere Arbeitsgruppe Education einen „Modulkatalog einer Weiterbildungsstruktur im Bereich der Additiven Fertigung“ veröffentlicht, um die verschiedenen AM-Ausbildungsansätze zu strukturieren und aufeinander abzustimmen.

Im Sommer 2021 entspannte sich die Situation ein wenig und wir veranstalteten gemeinsam mit der IPM den 4. Women in AM Summit in Berlin, erstmals ohne das dazugehörige AM Forum als physische Veranstaltung am nächsten Tag, aber dennoch ein Erfolg und eine Plattform für weibliche Vertreter der AM-Welt zum Netzwerken. Was die Veranstaltung noch erfolgreicher machte, war die Tatsache, dass es für so viele von uns die erste AM-Veranstaltung nach dem Lockdown war, und es war großartig, wieder einmal mit Gleichgesinnten aus unserer Community in einem inspirierenden Umfeld netzwerken zu können.

Nur zwei Wochen später begrüßten Autodesk, Ultimaker und MGA die ersten Teilnehmer des MGA 3D-Druck KidsCamp: Die Lektion, die wir gelernt haben, war definitiv, dass Teenager viel mehr Arbeit machen, als wir erwartet hatten, aber es war erstaunlich zu sehen, wie einfach es ist, 10- bis 15-Jährige für AM zu begeistern. Die Kinder verließen das einwöchige Camp mit Wissen und 3D-gedruckten Goodies und wir haben definitiv einige von ihnen inspiriert, beim Thema AM zu bleiben.

Im September freuten sich dann alle auf ein persönliches Wiedersehen und so viele von euch kamen nach Berlin, um gemeinsam mit unserem Vorstand, unserem Beirat und unserem Büroteam den 5. Geburtstag unseres Netzwerks zu feiern. Es war eine Freude, so viele von euch zu sehen, von unseren Arbeitsgruppen sowie den geschätzten Gastrednern zu hören und natürlich, dass unsere Mitglieder Arvid Eirich zum dritten Ehrenmitglied des Netzwerks gewählt haben. Für diejenigen, die virtuell dabei waren und das Anschneiden unserer riesigen Geburtstagstorte verpasst haben – sorry, aber sie war wirklich köstlich!

Im November stiegen die Covid-Zahlen wieder an, aber wir sahen viele von euch auf der formnext in Frankfurt, wo wir wieder einmal Teil des großartigen, von Berlin Partner verwalteten Standes von Berlin Brandenburg waren. Und dann war es Zeit für die Premiere der ersten AM Medical Days hier in Berlin. Gemeinsam mit IPM haben wir die zweitägige Veranstaltung rund um AM in der Medizinbranche ausgerichtet, und nach dem Feedback, das die IPM im Nachhinein erhalten hat, war es die erfolgreichste Veranstaltung, die sie je ausgerichtet hat – wir könnten nicht stolzer sein und können das nächste Jahr kaum erwarten, wenn wir die Veranstaltung ohne Reisebeschränkungen durchführen können. Das Jahr ist wieder einmal unglaublich erfolgreich zu Ende gegangen, und dafür können wir uns nur bei jedem einzelnen unserer Mitglieder bedanken.

In den fünf Jahren des MGA-Netzwerks ist unsere Zahl von den 9 Gründern auf erstaunliche 141 Mitglieder Ende 2021 angewachsen. Wir begannen mit einer Abteilung und 4 Arbeitsgruppen, jetzt haben wir 7 Mobility Arbeitsgruppen mit 6 weiteren Fokusgruppen und 5 Medical Arbeitsgruppen, die sich öfter treffen, als wir zählen können.

Wir haben Kooperationspartner wie IPM, formnext und Berlin Partner gefunden, die es uns ermöglichen, die Konferenzen und Messen zu gestalten und die wichtigsten Themen dort zu platzieren, wo es möglich und notwendig ist.

Durch die Kontakte in unserem Netzwerk sind Startups gegründet und Geschäftskontakte geknüpft worden, die sonst nie zustande gekommen wären.

Unser Büroteam ist Teil vieler Jurys und Gremien, sowohl politisch als auch anderweitig, und treibt das Thema AM immer weiter voran.

Wir haben das Ohr vieler Politiker gefunden und durch die 3D industrial Initiative haben wir unsere Kommunikation mit den wichtigsten politischen Gremien professionalisiert.

Happy Holidays

Liebe Mitglieder, Freunde und AM-Gemeinschaft,

2021 war ein weiteres herausforderndes Jahr, aber wir sind froh, dass wir es wieder einmal in dieser Community verbringen durften – es war wieder einmal erstaunlich, die Unterstützung in unserer Branche zu sehen!

Am Ende dieses Jahres möchten wir uns bei euch für das vergangene Jahr bedanken, für eure Unterstützung, eure harte Arbeit, eure ehrlichen Worte, eure Leistungen und so vieles mehr!

Wir können es kaum erwarten zu sehen, was das Jahr 2022 für die AM-Branche bereithält! Lasst uns gemeinsam AM weiter voranbringen.

Aber für die nächsten Tage wünschen wir euch allen Zeit zum Entspannen, zum Abschalten und für schöne Stunden mit euren Lieben unter dem Weihnachtsbaum.

Frohe Weihnachten und ein glückliches und gesundes neues Jahr!

Working Group Hospitals welcomes Jonathan Morris

Wenn es um die Einführung von AM-Technologien im medizinischen Bereich geht, sind Krankenhäuser einer der größten und wichtigsten Akteure. Deshalb haben wir eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich ausschließlich an Mitarbeiter in Krankenhäusern wie Ärzte, Krankenschwestern, Techniker und die Verwaltung richtet – mit der Option, die Gruppe später auch für Lieferanten und Berater zu öffnen.
Hospitals richtet sich auch an verschiedene medizinische Bereiche, um sie über die gemeinsame Schnittstelle AM näher zusammenzubringen.
Im Januar 2021 konnten wir beim ersten Hospitals-Treffen 34 Teilnehmer aus 6 Nationen begrüßen. Seitdem diskutieren die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe über Qualitätsmanagement, Change Management und die allgemeinen AM-Anforderungen und Bedürfnisse von Krankenhäusern.

Beim nächsten Treffen am 13. Oktober um 16.30 Uhr öffnen wir nun unsere Türen für alle, die sich für das Thema AM in Krankenhäusern interessieren, und freuen uns, einen der Pioniere auf diesem Gebiet als Referenten begrüßen zu dürfen: Jonathan Morris (Medical Director – Anatomic Modeling Lab, Department of Radiology, Mayo Clinic) verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der medizinischen additiven Fertigung und ist einer der führenden Experten für In-House-Druck, der erfolgreich klinische 3D-Druckdienste an der Mayo Clinic etabliert hat. Sein Fachgebiet ist der Einsatz von 3D-Druck und additiver Fertigung am Behandlungsort für die präoperative Planung und individuelle chirurgische Führungen. Darüber hinaus befasst sich Dr. Morris mit der Entwicklung und dem Einsatz von erweiterten Realitäten, VR/AR in der medizinischen Ausbildung, intraoperativer Führung und der Schulung von medizinischen Investitionsgütern. Klinisch konzentriert er sich auf die minimal invasive thermische Ablation von Tumoren in der Neuroachse.
Dr. Morris wird in dem virtuellen Treffen im Oktober über „Point of Care Manufacturing: Looking at the Big Picture“ sprechen und die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. Cora Lüders-Theuerkauf lädt alle Interessierten dazu ein, an der darauffolgenden Diskussion über Change Management teilzunehmen.
Interesse, an dem Treffen oder der Gruppe teilzunehmen? Kontaktiert Dr. Lüders-Theuerkauf

Women in AM summit impressions

Schaut mal, wer unsere Geschäftsstelle im Marienpark besucht

Im März besuchte Franziska Giffey, Spitzenkandidatin der SPD Berlin für das Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin und damalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unseren IAM Hub. Im Rahmen ihrer „Herzensangelegenheit“-Tour konnten wir unser Herzensthema Additive Manufacturing engagiert vermitteln.

Im Mai durften wir erneut geschätzte Gäste begrüßen, diesmal waren Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin) & Ramona Pop (Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe) sehr interessiert, sich über die Möglichkeiten des 3D-Drucks zu informieren.

Auch die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg (wo sich unser Büro befindet), Angelika Schöttler, kam in den Marienpark und wir freuen uns, dass wir das Thema AM immer weiter vorantreiben können.

All diese Gäste bei uns zu haben, zeigt, dass der 3D-Druck eine Technologie ist, an der niemand vorbeikommt und dass unsere Stimmen gehört werden.

Gemeinsam bringen wir AM voran!